Wie nutze ich Veränderungen zu meinem Vorteil?

Habt ihr nicht auch das Gefühl, dass alles ist im Wandel ist, die Welt sich schneller dreht. Folgten früher auf Phasen tiefgreifender Veränderungen auch Phasen der Konsolidierung und Anpassung, ist Wandel heute ein Dauerzustand.

Für die Arbeitnehmer und Führungskräfte von heute bedeutet das, dass sich auch die Anforderungen an den Job und die notwendigen Qualifikationen stetig verändern. Beruflicher Erfolg ist ambivalenter geworden. Der Karriereweg ist nicht mehr vorgezeichnet, sondern im Fluss.

Der Zuwachs an Wissen ist enorm, aber die Halbwertszeit von Wissen wird immer kürzer. Welches Wissen ist eigentlich relevant und wie schaffen wir es, nicht in der Informationsflut zu ertrinken? Das schafft Verunsicherung und neue Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt.

Was bedeutet das nun konkret für uns persönlich in der Arbeitswelt? Alles ist unsicher, unplanbar, chaotisch und im Fluss. Wie soll man sich da zurechtfinden und eine Zukunft für sich selbst gestalten, wenn es vielleicht morgen meinen Job schon nicht mehr gibt? Diese Ängste haben sicherlich viele, wenn sie auf die heutige Arbeitswelt blicken. Aber es bieten sich auch sehr viele Chancen, die es so früher noch nicht gab.

Wenn nichts wirklich sicher ist, heißt das im Umkehrschluss auch:

ALLES IST MÖGLICH!

Die Frage ist aber, wie können wir das für uns nutzen? Hier ein paar Vorschläge:

Unternehmen werde zunehmend agiler und richten sich auf eine Veränderungskultur aus. Alte Hierarchien brechen zusehends auf, agiles Management ist angesagt. Verantwortungsvolle Aufgaben werden delegiert, Entscheidungen vermehrt an der Basis getroffen. Einzelne Mitarbeiter und Führungskräfte im mittleren Management sind stärker in der Verantwortung eignen Entscheidungen zu treffen. Der Handlungsspielraum wird größer. Das motiviert.

Ein weiteres Stichwort ist Gruppenreflexion. Eine Gruppe ist immer mehr als die Summe ihrer Teile. Das kollektive Wissen und die Erfahrungen über den eigenen Job hinaus ermöglichen einer große Perspektivenvielfalt. Wichtig besonders im globalen Kontext. Andersartigkeit wird begreifbar, erlebbar und der eigene Horizont wird erweitert. Das ermöglicht bessere Entscheidungen auf breiter Basis.

Das Ideal in dieser veränderlichen Welt ist natürlich neue Entwicklungen zu antizipieren und eine Organisation zu haben, die schnell, flexibel, effektiv und am allerbesten schon proaktiv reagieren kann. Das ist sicherlich in den meisten Fällen Wunschdenken. Dennoch, Organisationen die es schaffen Mitarbeiter mit einem entsprechenden Mindset und vielseitigen Erfahrungen zu beschäftigen und diese einzubinden, sind sicherlich eher in der Lage, auch schwache Signale der Umwelt wahrzunehmen und Handlungsräume zu nutzen.

Eine breite Erfahrung der Mitarbeiter wird (auch aus oben genanntem Grund) geschätzt. Heute muss die Karriere nicht immer steil nach oben gehen, Auszeiten (z.B. für Familie) und Richtungswechsel sind nicht nur möglich, sondern auch gewünscht. Das ermöglich (auch privat) eine größere Flexibilität.

Lebenslanges Lernen ist die Devise. Im Job oder in Fort- und Weiterbildungen. Viele Unternehmen sind bereit ihre Mitarbeiter dahingehend zu fördern.

In diesem Sinne gilt es, die eigenen Möglichkeiten zu sehen und zu nutzen. Anstelle der Umsetzung des 5-Jahresplans kann man auch mit heiterer Gelassenheit in die Zukunft schauen.

Zu diesem Thema habe ich auch dieses wunderbare Chinesische Sprichwort gefunden:

„Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ – Chinesisches Sprichwort

 

 

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